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· Dateiformate · Referenz

medilogic-Druckmessung: Aufbau des CSV-Exports.

Der CSV-Export einer Fußdruckmessung besteht aus sechs Dateien je Messung: Sensorwerte je Fuß, Ganglinie je Fuß, Zyklogramm und Frequenzspektrum. Diese Referenz beschreibt Aufbau, Einheiten und die Regeln, die für eine korrekte Auswertung außerhalb der Messsoftware gelten.

Dateien einer Messung

Alle Dateien einer Messung tragen denselben Namensstamm aus Namensfeldern, Datum und Uhrzeit. Das Kürzel am Ende bezeichnet den Inhalt.

<stamm>_L.CSV        Sensorwerte linker Fuß
<stamm>_R.CSV        Sensorwerte rechter Fuß
<stamm>_GL_L.CSV     Ganglinie (Druckschwerpunkt) links
<stamm>_GL_R.CSV     Ganglinie (Druckschwerpunkt) rechts
<stamm>_CYCL.CSV     Zyklogramm, gemeinsamer Schwerpunkt
<stamm>_FFT.CSV      Frequenzspektrum der Schwerpunktbewegung

Format:  Trennzeichen ";" · Dezimalkomma · Zeilenende CRLF · Zeichensatz ASCII

Tabellenkalkulationen mit deutscher Regionaleinstellung öffnen die Dateien direkt. Bei englischer Einstellung werden Trennzeichen und Dezimalzeichen im Importdialog gesetzt, da Werte wie 0,010 sonst als Text gelesen werden.

Sensorwerte

Zeile 1     Sensor-Nummer;     n1;  n2;  n3; …     Kennungen der Sensoren
Zeile 2     Minimum;           …                   je Sensor
Zeile 3     Maximum;           …                   je Sensor
Zeile 4     20%-Durchschnitt;  …                   je Sensor
Zeile 5 …   t;                 v1;  v2;  v3; …     ein Messbild je Zeile

t   Zeitpunkt in Sekunden, Schrittweite 0,010 (100 Hz)
v   Digit, ganzzahlig, 0 … 1023 (10 Bit)

Die Zahl der Sensoren hängt von Sohlengröße und Modell ab und wird aus Zeile 1 gelesen. Die Messwerte sind Digit und werden über den Messbereich der Sohle in Druck umgerechnet:

p [N/cm²] = Digit × Messbereich / 1024

Messbereich 64 N/cm²:   1 Digit = 0,0625 N/cm²     400 Digit = 25 N/cm²
Einheiten:              1 N/cm² = 10 kPa
WertBedeutungRegel für die Auswertung
1023Sättigung des Sensorsals „mindestens Messbereich" ausweisen, nicht als Messwert
Minimum > 0Sensor während der gesamten Messung belastetVorlast oder Offset prüfen
20%-DurchschnittMittel der Bilder, in denen der Sensor über 20 % seines Maximums liegtnicht durch ein Mittel über alle Bilder ersetzen

Der 20-%-Durchschnitt blendet die Schwungphase aus. Ein Mittel über alle Bilder fällt deutlich niedriger aus, weil unbelastete Bilder eingehen, und ist mit den Werten der Messsoftware nicht vergleichbar.

Die Sensornummer ist ein Rasterindex. Bei einer Rasterbreite von zwölf Spalten ergibt sich die Position aus Zeile = Nummer ÷ 12 (ganzzahlig) und Spalte = Rest. Der Sensorabstand in Millimetern ist nicht Teil des Exports; Flächenangaben setzen die Kenntnis des Sohlenmodells voraus.

Ganglinie, Zyklogramm und Frequenzspektrum

_GL_L / _GL_R / _CYCL     Zeitpunkt; X-Koordinate; Y-Koordinate      100 Hz
_FFT                      Frequenz[Hz]; X-Amplitude; Y-Amplitude     101 Zeilen

Sentinel:   X = 2147483647 (INT32_MAX), Y = 0   →  kein Bodenkontakt
Δf (FFT)  = 1 / Aufzeichnungsdauer                 12,6 s → 0,0795 Hz
  • Ganglinie. Verlauf des Druckschwerpunkts je Fuß. Bilder der Schwungphase tragen den Sentinel und werden vor jeder Darstellung oder Statistik ausgefiltert. Linker und rechter Fuß teilen ein Koordinatensystem mit dem Ursprung zwischen den Füßen.
  • Zyklogramm. Gemeinsamer Schwerpunkt beider Füße, ohne Lücken, da beim Gehen stets ein Fuß Bodenkontakt hat. Die Darstellung ergibt die bekannte Schmetterlingsform.
  • Frequenzspektrum. Amplituden der Schwerpunktbewegung, getrennt nach X und Y, ohne Einheit. Die dominante Frequenz in Y (Gangrichtung) entspricht der Schrittfrequenz, die dominante Frequenz in X (seitlich) der Doppelschrittfrequenz und liegt beim halben Wert. Eine Doppelschrittfrequenz von 0,87 Hz entspricht 52 Doppelschritten je Minute.

Kennwerte der Auswertung

KennwertBerechnungAussage
MaximaldruckZeile „Maximum" je SensorSpitzenbelastung, klassisches Druckbild
DurchschnittsdruckZeile „20%-Durchschnitt" je Sensormittlere Belastung in der Standphase
ImpulsSumme der Bilder je Sensor × 0,01 s, je SchrittBelastungsdauer, in N·s/cm²
LastverteilungSumme aller Sensoren je Fuß, als AnteilSeitenvergleich links/rechts

Die Sensordatei enthält Digit, keine Druckwerte. Die Umrechnung erfolgt über den Messbereich der Sohle; 1023 kennzeichnet die Sättigung des Sensors.

Ortavis liest die sechs Dateien direkt am Vorgang und stellt Maximaldruck, 20-%-Durchschnitt, Impuls, Ganglinie und Zyklogramm dar, dazu den Druckverlauf als Film Bild für Bild. Gesättigte Sensoren werden gekennzeichnet, Schritte werden aus der Gesamtlast je Bild erkannt.

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Normen und Grundlagen

  1. Umrechnung: Digit × Messbereich ÷ 1024 bei 10 Bit Auflösung; der Messbereich ist eine Eigenschaft der verwendeten Sohle.
  2. Einheiten: 1 N/cm² = 10 kPa (SI).
  3. Diskrete Fourier-Transformation: Frequenzauflösung Δf = 1 ÷ Aufzeichnungsdauer.
  4. Ganganalyse: seitliche Schwerpunktbewegung mit Doppelschrittfrequenz, Bewegung in Gangrichtung mit Schrittfrequenz.

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